Aus Tag und Nacht hat wohlbedacht
Der Herr des Lebens die Welt gemacht;
Die Dichtung ist Tag in klarer Pracht,
Musik die weltverkündende Nacht. Franz Grillparzer

Vita

Julian Orlishausen erhielt seine musikalische Ausbildung bereits in seiner frühen Kindheit beim Windsbacher Knabenchor. Nach dem Abitur begann er ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Endrik Wottrich, welches er mit dem Diplom für Konzert und Musiktheater abschloss und im Jahr 2011 mit dem Konzertklassenexamen vervollständigte. Bereits während seines Studiums konnte er erste Wettbewerbserfolge feiern u.a. beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin und dem internationalen Gesangswettbewerb Neue Stimmen der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh.

Im Jahr 2009 gab er sein Debüt als Périchaud in La Rondine von Puccini an der Oper Leipzig. Daraufhin folgten zahlreiche erfolgreiche Engagements an wichtige Opernhäuser und Festivals. Darunter das Staatstheater Kassel in der Rolle der Narr in der Oper Das geheime Königreich von Ernst Krenek, das Theater Chemnitz als Marcello in La Boheme von Puccini Graf von Eberbach in Der Wildschütz von Albert Lortzing, Sharpless in Madama Butterfly von Puccini und Orffs Carmina Burana, die Tiroler Festspiele Erl, wo er als Angelotti in Tosca von Puccini und als Wolfram in Wagners Tannhäuser zu erleben war, die Internationalen Gluck Opern Festspiele Nürnberg als Paroclus in Glucks Oper Iphigenie in Aulis und die Wiener Volksoper, wo er in den letzten Jahren als Edwin in Csárdásfürstin von Kálmán, Dr. Falke in Die Fledermaus von Johann Strauss, Juan in Hans Werner Henzes' Oper Das Wundertheater, Morales in Carmen von Bizet und ebenso als Graf von Eberbach große Erfolge feierte.

Neben der Oper prägt eine rege Konzerttätigkeit das Schaffen des jungen Künstlers. So war er in zahlreichen großen Konzertsälen zu sehen, darunter die Liederhalle Stuttgart, die Deutsche Oper Berlin, die Pollack Hall der McGill University in Montreal/Kanada, die Philharmonie Bamberg, die Alte Oper Frankfurt, der Nikolaisaal Potsdam, die Philharmonie am Gasteig München, die Meistersingerhalle in Nürnberg, St. Gumbertus in Ansbach, das Konzerthaus Berlin, der Herkulessaal in der Münchener Residenz und die Berliner Philharmonie.

Er arbeitete dabei mit renommierten Orchestern wie dem Würzburger Philharmonikern, den Nürnberger Symphonikern, dem Bruckner-Sinfonieorchester Stuttgart, der Kammerakademie Potsdam, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, den Dresdner Philharmonikern, dem Staatsopern Orchester Stuttgart, den Münchner Symphonikern, den Bamberger Symphonikern, dem Deutschen Sinfonie Orchester (DSO) Berlin und dem Leipziger Gewandhausorchester unter Dirigenten wie Frank Beermann, Rolf Beck, Roger Epple, Roderich Kreile, Michael Sanderling, Daniel Klajner, Rudolf Bibl, Alfred Eschwé, Philippe Auguin, Lothar Koenigs und Gustav Kuhn, um nur einige zu nennen.

Zu den Highlights seiner jüngsten Auftritte zählen Orffs Carmina Burana mit den Münchner Symphonikern in der Philharmonie am Gasteig München, Bachs Magnificat und Mozarts C-Moll-Messe mit den Bamberger Symphonikern in der Philharmonie Bamberg, das Weihnachtsoratorium mit dem Dresdner Kreuzchor und den Dresdner Philharmonikern in der Berliner Philharmonie, die Johannes Passion mit dem Windsbacher Knabenchor und den Kammervirtuosen Berlin unter Martin Lehmann im Herkulessaal München und das Eröffnungskonzert des Festivals Fränkischer Sommer mit der Nürnberger Symphoniker wieder in Nürnbergs' Meistersingerhalle, sowie das Eröffnungskonzert der Händelfestspiele Halle 2015 erneut mit dem Dresdner Kreuzchor. Außerdem gab er seine viel beachteten Debüts an der Musikalischen Komödie Leipzig als Graf von Eberbach in Der Wildschütz und an der Staatsoper Stuttgart mit den Liedern eines fahrenden Gesellen von Gustav Mahler zusammen mit dem Stuttgarter Ballett und einer Choreographie von Maurice Béjart. Auch an die Wiener Volksoper kehrte er zurück, wo er diesmal als Sid in Albert Herring von Benjamin Britten in einer Regie von Brigitte Fassbaender zu erleben war. Weitere Höhepunkte 2015/2016 waren eine Japantourne mit den Seefestspielen Mörbisch als Falke in Die Fledermaus und das Debüt als Vater in Hänsel und Gretel von Humperdinck an Oper Leipzig mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter GMD Ulf Schirmer. Anfang 2018 gab er sein Debut an der Opéra National de Lyon als Tschang Ling in Zemlinskys Der Kreidekreis unter dem Dirigat von Lothar Koenigs.

Der junge Bariton verdichtete seine gesangliche und künstlerische Arbeit in verschiedenen Meisterkursen u.a. bei Prof. Cheryl Studer, Luba Orgonasova, Ruth Ziesak, Francisco Araiza, Grace Bumbry, Edda Moser und Gerold Huber, mit welchem ihn eine intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet. So waren sie kürzlich gemeinsam mit Schuberts Winterreise, im Toskana-Saal der Würzburger Residenz und mit den Faust Szenen von Robert Schumann in München zu erleben.

Künftige Opern Engagements führen ihn in der Rolle des Ersten Nazareners in Salome von Richard Strauß und als Vater in Hänsel und Gretel unter GDM Ulf Schirmer an die Oper Leipzig zurück. Bei den Tiroler Festspielen wird er als Biterolf im Tannhäuser unter Gustav Kuhn zu sehen sein.

Konzerte geben Gelegenheit ihn u.a. mit dem Dresdner Kreuzchor und bei den Tiroler Festspielen in der Matthäus-Passion von Bach und mit dem Windsbacher Knabenchor mit einem Bachprogramm u.a. bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten zu erleben.

Media

Repertoire

Oper

Bizet: Escamillo in „Carmen“, Morales / Dancairo Britten: Sid in „Albert Herring“ Gluck: Patroclus in „Iphigenie in Aulis“ Händel: Ariodate in „Serse“ Henze: Juan Castrado in „Das Wundertheater“ Humperdinck: Vater in „Hänsel und Gretel“ Kálmán: Edwin in „Csárdásfürstin“Krenek: Narr in „Das geheime Königreich“ Lortzing: Graf von Eberbach in „Der Wildschütz“, Zar Peter der Erste in „Zar und Zimmermann“ Mozart: Don Giovanni in „Don Giovanni“, Papageno / Sprecher / 2. Geharnischter in „Die Zauberflöte“, Conte d´Almaviva / Figaro in „Le Nozze di Figaro“, Guglielmo in „Cosi fan Tutte“ O. Strauß: Hagen in „Die lustigen Nibelungen“ Puccini: Marcello in „La Boheme“, Sharpless in „Madame Butterfly“, Rabonnier/Perichaud in „La Rondine“, Angelotti in „Tosca“ J.Strauss: Eisenstein / Dr. Falke in „Die Fledermaus“ Thelemann: Sokrates in „Der geduldige Sokrates“ Verdi: Posa in „Don Carlos“, Wolf-Ferrari: Ottavio in „Le donne curiose“ Wagner: Wolfram von Eschenbach / Biterolf in „Tannhäuser“ Zemlinsky: Tschang Ling in „Der Kreidekreis“

Konzert

Bach: „Matthäus-Passion“ Arien, Jesus, „Johannes-Passion“ Arien, Jesus, „Weihnachtsoratorium“, „H-Moll Messe“, „Magnificat“ Ph.E.Bach: „Magnificat“ Beethoven: „9.Sinfonie“ Brahms: „Ein deutsches Requiem“ Bruckner: „Messe in f-moll“, „Messe in d-moll“ Duruflé: „Requiem“ Fauré: „Requiem“ Haydn: „Die Jahreszeiten“, „Schöpfung“ Raphael / Adam, Händel: „Messias“, „Utrechter Te Deum“ Mahler: „Lieder eines fahrenden Gesellen“, F. Martin: „In Terra Pax“ Bass und Bariton, Mendelssohn: „Elias“ Elias, „Paulus“ Paulus Mozart: Messe in c-moll, u. div. Messen, Orff: „Carmina Burana“ Rossini: „Petite messe solennelle“, Saints-Saens: „Weihnachtsoratorium“ Schubert: div. Messen, Schumann: Faust in „Faust Szenen“, „Der Rose Pilgerfahrt“

Lied

div. Liederprogramme u.a. mit dem Begleiter Gerold Huber darunter die bekannten Zyklen: Winterreise, Die schöne Müllerin, Schwanengesang, Dichterliebe, An die ferne Geliebte, sowie div. gemischte Liedprogramme

Presse

Foto: Copyright © Zoltán Vancsó

Foto: Copyright © Zoltán Vancsó

Foto: Copyright © Zoltán Vancsó

Kontakt